Start des Förderprojekts «engagement-lokal» – in Rheinfelden und in 9 weiteren Orten

Nach grosser Freude über die Auswahl Rheinfeldens aus fast 50 Bewerbung legten wir eine Denkpause ein. Bloss eine Woche nach dem Auswahlentscheid im Frühling 2020 kam der Corona-Lockdown. Daran, auf die angestrebten Partner zuzugehen und sie fürs Projekt zu begeistern, trauten wir unter diesen Umständen nicht mal mehr zu denken. Doch blieben wir nicht untätig. Wir nutzten die Zeit, um die Projektidee weiterzuentwickeln, wobei das Projekt weiterhin ergebnisoffen angelegt ist. Den resultierenden Projektauftrag genehmigte der Stadtrat, womit wir nun den Support der Stadt und eine gute Grundlage für den Projektstart haben. 

So richtig spürbar war der Projektstart am 30. Oktober 2020. Da fand der um sechs Monate und in den digitalen Raum verschobene schweizweite Auftaktanlass statt. An der dreisprachigen und simultan übersetzten Veranstaltung wurden 20 Rednerinnen und Redner aus allen Landesteilen und aus Berlin zugeschaltet. Ich durfte die Stadt Rheinfelden und unsere Projektidee vorstellen. Nebst der Vorstellung der zehn Orte gab es interessante Inputs von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft SGG, vom deutschen Programm «Engagierte Stadt» und von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW sowie Workshops zur Einbindung von Unternehmen, zur Gewinnung von regelmässigen Freiwilligen und zur Überzeugung der lokalen Politik.

So unterschiedlich die zehn beteiligten Orte auch sind (Regionen von kleinen Dörfern, Agglo-Gemeinden und Stadt-Quartiere) und so weit sie geografisch auseinander liegen, war doch bereits in diesem ersten und zudem virtuellen Austausch ein starker gemeinsamer Geist spürbar: Wir wollen das freiwillige Engagement vor Ort fördern. Und wir wollen, dass dies in enger und partnerschaftlicher Zusammenarbeit aller gesellschaftlicher Akteure geschieht.

Der Input des Programms «Engagierte Stadt» aus Deutschland war für uns Rheinfelder besonders spannend. Denn wir möchten unsere deutsche Nachbarstadt Rheinfelden (Baden) ins Projekt einbinden – und sie ist eine der mittlerweile 73 «Engagierten Städte». Das war uns bereits bekannt, jedoch nicht, dass die SGG das Projekt «Engagierte Stadt» als Vorbild fürs Förderprojekt «engagement-lokal» nahm. Umso mehr freuen wir uns auf die Zusammenarbeit mit unseren deutschen Nachbarn!

Wir freuen uns aber auch auf die Zusammenarbeit mit Partnern der Sektoren Zivilgesellschaft, Wirtschaft und öffentliche Hand diesseits des Rheins. Obwohl Corona nach dem ruhigen Sommer wieder zuschlug, wagten wir nun doch, mit dem Gewinnen unserer Projektpartner zu starten. Dazu führten wir eine Vielzahl von Gesprächen und sich hocherfreut, auf wie viel Interesse und Wohlwollen unsere Projektidee stösst. Das ist eine sehr gute Ausgangslage, trotz schwierigen Umständen. Ebenfalls sind wir daran, eine Person zu gewinnen, die in einem Teilzeitpensum die Bearbeitung des Projektes vorantreiben kann.

Ja, und dann kann’s losgehen! Wir hoffen, früh im 2021 unser Projekt so richtig starten zu können und sind selbst sehr gespannt, was daraus entstehen wird.

Für die vorbereitende Arbeitsgruppe der Sozialkommission Rheinfelden:

Dominik Burkhardt, Stadtrat Rheinfeldens mit Ressort Soziales und Gesundheit und Vorstandsmitglied benevol Aargau

 

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