Pandemie und Engagement

Die Schweiz befindet sich in einer ausserordentlichen Lage. Die Zahl der Erkrankungen nimmt rasch zu. Die gesamte Bevölkerung ist betroffen und alle müssen jetzt Verantwortung übernehmen: Bleiben Sie, wenn immer möglich zu Hause. Nur durch gemeinsames Handeln lassen sich die Zahl der schweren Erkrankungen begrenzen und die Überlastung unseres Gesundheitssystems vermeiden.

Freiwilligenarbeit mit Abstand am besten!
Freiwillige, die als gefährdete Personen gelten, müssen ihr Freiwilligenengagement ab sofort einstellen. Als besonders gefährdete Personen gelten: Personen ab 65 Jahren und solche mit Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen, Krebs.
Solidarität ist gefragt, Solidarität heisst während der Pandemie aber Abstand hal­ten. Etliche klassische freiwillige Einsätze können zurzeit nicht durchgeführt wer­­den, z. B. In Spitälern. Dafür entstehen vielerorts Solidaritätsgruppen, die Nachbarschaftshilfe anbieten, um z.B. Risikogruppen in dieser schwierigen Zeit mit Lebensmitteln zu versorgen.

Als Faustregel gilt: 1 Freiwillige/r übernimmt 1 Haushalt  

Freiwilligenarbeit für Kinder und junge Menschen
Kinder (und Jugendliche) sollen keine Einkaufsdienste erledigen, da die Gefahr der Virus-Übertragung gross ist. Junge Menschen können sich an Telefonketten oder Empathie-Zirkeln beteiligen, Briefe, Karten, Zeichnungen, Videobotschaften verfassen und an die Grosseltern, an Pflege- und Alterswohnheime senden. Viele unsere Institutionen würden sich darüber freuen, hier geht es zur Mitgliederliste. Merci für eure Soli-Botschaften!

Warten auf einen Einsatz
Herzlichen Dank für Ihre Bereitschaft! Mancherorts warten Freiwillige auf den Einsatz, es haben sich mehr Engagierte als Hilfesuchende gemeldet. Wir empfehlen: gründen Sie Telefonketten oder bieten Sie Ihre Dienste direkt im Wohnhaus, im Quartier an. Senden Sie Blumen und erfreuen Sie ihre Liebsten und helfen damit gleichzeitig den Gärtnereien, die Blumen und Pflanzen nicht kompostieren wollen!

Zig neue Einsatzmöglichkeiten werden jetzt geschaffen, die Ressourcen sind knapp. Sie können drum auch mit einer Spende - ob klein oder grösser - viel Gutes bewirken. Beispielsweise an unsere Mitgliedorganisationen wie die Beratungsstelle Sans Papier Bern, das HEKS, an das SRK, die Caritas, an die Glückskette Schweiz oder unterstützen Sie uns mit einer Spende für benevol-jobs, das nun gratis Soli-Gruppen zur Verfügung steht.

benevol das können wir für Sie tun
benevol Schweiz und seine Fachstellen stellen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten als Drehscheibe für Solidaritätsgruppen und Hilfesuchenden zur Verfügung. Die online Vermittlungsplattform benevol-jobs.ch kann dafür kostenlos genutzt werden. 

benevol-jobs.ch bubi eifach - hier finden Sie die Anleitung!

Wir danken allen herzlich und nehmen gerne weitere Hinweise auf. Unsere Corona-Sonderseite wird laufend aktualisiert. 

Gut zu Wissen

Es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich Schutz- und Verhaltensanweisungen. Sinnvoll ist, als Freiwillige/r jeweils nur einen Haushalt zu übernehmen und damit Multiplikationseffekte, vor denen bereits bei der Kinder­betreuung gewarnt wird, zu vermeiden. Sinnvoll sind auch Engagements, die telefo­nisch oder digital ermöglicht werden, z.B. zur Vermeidung von Einsamkeit. Sinnvoll ist die Verbreitung von Information, wo Hilfe gefunden werden kann, am besten per Post, damit möglichst alle Haushalte erreicht werden. Zahlreiche Gemeinden informieren zurzeit ihre Bevölkerung.
Generell gelten die Hygiene- und Verhaltengebote des Bundesrates, sie sind nach bestem Gewissen einzuhalten. 

Einkaufsdienste, das müssen Sie als Freiwilliger beachten
Sprechen Sie sich mit den Empfängerinnen und Empfängern ab, wie die Lieferung vonstatten geht. Deponieren Sie die Einkäufe vor der Tür. Waschen Sie sich vor dem Einkaufen die Hände gründlich. Die Bestellerinnen und Besteller sollen sich ihrerseits nach dem Auspacken selber die Hände waschen. 

Ist ein persönlicher Kontakte unumgänglich, so halten Sie einen Abstand von mindestens zwei Metern ein. Kinder sollen keine Einkäufe für Risikogruppen erledigen!

Plaudern Sie am Telefon, oder wie man daheim soziale Kontakte pflegen kann
Nebst dem Telefon bieten sich auch Whatsapp, Mail und Skype und andere digitale Kanäle an. Eine gute Möglichkeit regelmässige Kontakte zu haben, sind Telefonketten. Pro Senectute erklärt auf ihrer Website wie Telefonketten funktionieren und wie Sie eine eigene aufbauen können.
Die Infobroschüre als Download

Rechtliche Fragen und Merkblätter
Unser Fact Sheet zum Download für Freiwillige

Für Soli-Gruppen und unsere Mitglieder  das Fact Sheet für Organisationen

Der Beobachter beantwortet rechtliche Fragen zur Nachbarschaftshilfe und verweist auf

die Merkblätter von kibesuisse betreffend Kinderbetreuung. Diese sind sehr umfangreich, angepasst an die indivuelle Wirklichkeiten (Private, Spitäler, Altersheime etc.) aber sehr dienlich.