Prix benevol

Verleihung Prix benevol 2021

Zum elften Mal verlieh der Verein benevol Luzern dieses Jahr den Prix benevol. Eine namhafte Jury zeichnete am 26. November 2021 fünf Preisträgerinnen und Preisträger für ihr freiwilliges Engagement aus und unterstrich damit die Bedeutung der Freiwilligenarbeit im Kanton Luzern.

Frau Barbara Gysi, Präsidentin des Vereins benevol begrüsste die Anwesenden und zeigte auf, wie Freiwilligenarbeit vernetzt und verbindet. Sie mache aber auch zufrieden und gibt uns das Gefühl etwas Gutes zu tun. Im Hinblick auf den UNO-Tag der Freiwilligen vom 05.12.2021 wurde die Verleihung des 11. Prix benevol zeitnah vergeben, um dieses stille Schaffen der Freiwilligen sichtbar zu machen und öffentlich anzuerkennen.

Regierungsrat Guido Graf überbrachte das Grusswort des Kantons und wies auf die Wichtigkeit der Freiwilligenarbeit und die Leistung des Vereins benevol Luzern hin. Sie sei unverzichtbar und übernehme als Netzwerk wichtige gesellschaftliche Aufgaben und soziale Verantwortung. Als «soziales Schmieröl» bilde sie die Grundlage unserer Gesellschaft. Die neuen Freiwilligen wollen teilhaben und etwas bewegen können, was die diesjährigen Preisträger perfekt abbilden.

Es sind dies das Hospiz Zentralschweiz, das Projekt essen + mehr des SRK Luzern, das amm Café Med – eine Aktivität der Akademie Menschenmedizin, der Verein Luzerner Wanderwege sowie das Kulturwerk 118 in Sursee.

Als Laudator für das Hospiz Zentralschweiz nahm Guido Graf die Anwesenden mit auf eine geistige Reise und zeigte auf, wie das Leben an diesem besonderen Ort durch den aussergewöhnlichen Einsatz aller bejaht wird. Die engagierten Freiwilligen wurden treffend als die ersten glitzernden Sonnenstrahlen bezeichnet, die durch die grossen Fensterfronten im Hospiz begrüsst werden.

Kantonsratspräsident Rolf Bossart würdigte das Schaffen des Vereins Luzerner Wanderwege, die ein Wanderwegnetz von über 2750 km kontrolliert und unterhält. Dies entspräche der Distanz von Luzern nach Kairo! Sicher unterwegs zu sein, nicht vom Weg abzukommen und den Kopf in der Natur freizubekommen sei ein grosses Gut. Mit dem Zitat «Wandern ist die vollkommenste Art der Fortbewegung, wenn man das wahre Leben entdecken will» schloss Rolf Bossart seine Laudatio ab.

Nationalrat Leo Müller stellte beeindruckt die Arbeit des Kulturwerks 118 vor. Dieses entstand vor über 20 Jahren mit dem Grundgedanken, einen Kulturraum für junge Erwachsene zu schaffen. Mit seinen Vereinsmitgliedern werden bis zu 70 Veranstaltungen pro Jahr gestemmt. Heute ist er eine im Grossraum Sursee etablierte Plattform für junge Personen, welche in der Veranstaltungsbranche Luft schnuppern oder erste Erfahrungen sammeln möchten.

Das amm Café Med ist ein kostenloses Angebot der Akademie Menschenmedizin. 8 bis 10 Ärzte-Innen je verschiedener Fachrichtung unterstützen in einem persönlichen Gespräch mit ihrem Fachwissen, sodass die Fragenden selbstbestimmt, eigenverantwortlich und kompetent beraten ihre Entscheidungen treffen können. Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo würdigte dieses wertvolle Engagement und bewegte mit dem Zitat von Aldous Huxley «Die Medizin ist so weit fortgeschritten, dass niemand mehr gesund ist.» die Anwesenden innezuhalten und darüber nachzudenken.

Mit grossem Vergnügen übernahm Urs Dickerhof, ehemaliger Kantonsrat die Laudatio für die Aktion essen + mehr des SRK Luzern. Mit dieser ist das SRK sehr nahe bei armutsbetroffenen Personen im Kanton Luzern. Rund 17 Freiwillige verpacken in durchschnittlich 75 Stunden ca. 1300 kg Lebensmittel/Hygieneartikel bzw. sind an der Verteil- oder Ausfahraktion beteiligt. Er dankte den Initianten, dass sie analog des Zitats von Winston Churchill «Man löst keine Probleme, indem man sie auf Eis legt.», nicht darauf gewartet haben, bis das Eis schmilzt.

Mit einem Schuss Humor und Selbstironie verliehen die Epiladies mit ihren pointierten Gesangseinlagen der Verleihung einen lockeren und dennoch würdigen Rahmen. Spontan und als Zeichen der Wertschätzung verzichteten die Epiladies auf ihre Gage.

Diese Vereine, Aktivitäten und Projekte zeichnen sich allesamt durch ihren freiwilligen, unentgeltlichen Einsatz in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Natur und Kultur aus. Ihre Leistungen und Einsätze verdienen die öffentliche Anerkennung. Mit grosser Freude nahmen die Vereine den mit CHF 500,-- dotierten Preis als Zeichen der Wertschätzung entgegen.

Somit folgen auf die letztjährigen Preisträger dem Verein Turmuhren im Zytturm Luzern, dem Verein Freunde des Hirschparks, dem Gemeinnützigen Frauenverein Hochdorf, wie auch dem Repair Café Luzern wieder beachtenswerte Projekte und Aktivitäten.

Berichterstattung Luzerner Zeitung vom 30.11.2021 

Berichterstattung Surseerwoche / Sempacherwoche vom 02.12.2021