Markt der Möglichkeiten

Der erste Markt für Freiwilligenarbeit zeigte es deutlich:

«Freiwilligenarbeit macht reich!»

Der erste „Markt der Möglichkeiten“ in der innovativen Gemeinde Suhr machte sie sichtbar: Die Vielfalt an Angeboten, die dank Freiwilligen erst möglich werden. An den Standorten der 24 lokalen und regionalen Organisationen und Vereinen wurde gespielt, geschwitzt, getrunken, gegessen und geredet – Besuchende und Aussteller gingen offen aufeinander zu. Am Ende wurden die drei besten Slogans gekürt, die im Vorfeld des Marktes gesucht worden waren.

Der Slogan von Barbara Fahrni aus Boniswil bringt deutlich auf den Punkt, was am «Markt der Möglichkeiten» augenfällig wurde: „Freiwilligenarbeit macht reich!“: reich an Erfahrungen, sozialen Kontakten und positiven Gefühlen. Und der Slogan lässt aufhorchen - einer der Gründe, warum die Jury, bestehend aus bekannten Personen aus den Bereichen Freiwilligenarbeit, Politik, Journalismus und Literatur, diesen Slogan auf den ersten Rang des von benevol Aargau lancierten Slogan-Wettbewerbs hievte.

Dieser fand am «Markt der Möglichkeiten» seinen Höhepunkt. Stephan Campi, Generalsekretär des Departements für Gesundheit und Soziales DGS und früherer Suhrer Gemeinderat, überreichte den Gewinnerinnen im Namen des DGS dankend das Preisgeld. Danach kürte Grossrätin Lilian Studer, Präsidentin von benevol Aargau, den Slogan des Tages. Durch den Tag wurden am Stand von benevol weitere Slogans abgegeben. Mit seinem Vorschlag «Zweifelst du dran? Freiwillig kommt an.» gewann der Suhrer Peter Bürki den Tages-Wettbewerb. Kein Zufall, dass er - wie auch die Gewinnerinnen des kantonalen Wettbewerbs - im Alltag freiwillig unterwegs ist, u.a. in der Kirchenpflege der reformierten Kirche und als Koordinator beim Fahrdienst MiA.

Vielfalt dank Innovation

Die Gewinner der Slogan-Wettbewerbe sind Teil der Vielfalt, die an diesem stürmischen Sonntag, an dem sich Sonne, Regen und Sturm beinahe stündlich abwechselten, sichtbar gemacht wurde. 24 lokale und regionale Organisationen präsentierten sich auf verspielte und kreative Art. Sie zeigten den Besuchenden, welche Angebote durch Freiwillige ermöglicht werden. Dank der Gemeinde Suhr, die mit «Freiwillig Suhr“ (bestehend aus der Fachstelle Alter und Freiwilligenarbeit und der stellvertretenden Gemeindeschreiberin) freiwilliges Engagement aktiv fördert und unterstützt, konnte der Anlass erst durchgeführt werden.

Die Menschen hinter den Angeboten

Die Menschen, die ihre Vereine, Organisationen und Initiativen vertraten, waren zufrieden mit der ersten Durchführung. Andrea Pfeuti von der Ludothek Gränichen empfand die Anzahl Besucherinnen und Besuchern als angenehm: „Wir hatten immer Menschen am Stand, die unsere Spiele ausprobierten, aber niemand musste gross warten.“

„Suhr – e suberi Sach“, eine Initiative von Viktor Rüetschi, setzte sich für diesen Tag ein klares Ziel: „Eine verbindliche Unterschrift für ein Einführungsgespräch.“ Erst waren die drei Männer hinter ihrem Tisch noch etwas zurückhaltend: “Wichtig ist vor allem, dass wir uns zeigen können und gesehen werden.“ Am späteren Nachmittag verkündete Rüetschi dann voller Freude, dass sie drei Unterschriften von Interessierten hätten und ihre Erwartungen übertroffen worden seien. Iwona Carbone vom Museum Aargau zeigte sich ebenfalls ganz begeistert und berichtete ganz beschwingt: „Mindestens vier Personen interessieren sich für ein Engagement in unserem Freiwilligenprogramm.“ Auch die Lesementoren Suhr, der MiA Fahrdienst und der Sportverein Suhr machten neue Freiwillige auf sich aufmerksam.

Der Sportverein sorgte auch dafür, dass es in der Turnhalle sportlich zu und her ging. Nach dem Schnurballspiel schwärmte eine Besucherin davon, wie aufgestellt die Menschen doch seien. Für alle sei etwas dabei: „Für Jung und Alt - und dabei immer auch noch multikulti.“ So spielte eine Migrantin und Freiwillige des Vereins Solibrugg voller Enthusiasmus mit - im traditionellen, weissen und wehenden Kleid. Dank procap Aarau konnten Interessierte in derselben Halle herausfinden, wie es sich anfühlte, mit Behinderung einen Parcours zu absolvieren.

Musikalisches und Kulinarisches

Je länger der Markt dauerte, desto mehr Besucher kamen. Der Verein Schweizer Gasteltern spendierte Marroni, der Suhrer Gospelchor „The Tune Ups“ Kaffee und Glühwein und an der hölzernen DankBAR der reformierten Kirchgemeinde Suhr gab es verschiedene Sirups zum Probieren. In der Aula gab es den multinationalen Chor «Njoy2sing» sowie Clowns der Clownschule Yve Stöckli zu bestaunen – ein Gaudi für die Kleinsten.

Den idealen Schlusspunkt des Markts der Möglichkeiten setzten rote Ballone mit der Aufschrift „Freiwilligenarbeit beflügelt!“, an denen einige der über 180 eingegangenen Slogans befestigt wurden, um diese in die Welt hinauszutragen. Der Markt der Möglichkeiten erfüllte seinen Zweck: Er machte auf freiwilliges Engagement aufmerksam und machte die vielfältigen Angebote einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich.