Mitgliederanlässe

Workshop und ERFA Schwierige Gespräche mit Freiwilligen führen vom 27.03.2024

In Ihrem Arbeitsumfeld stehen Sie immer wieder vor herausfordernden Gesprächssituationen. Ihnen ist eine gute Beziehung zu Ihren Freiwilligen wichtig und Sie pflegen einen kooperativen und wertschätzenden Austausch mit Ihnen. Es gehört auch zu Ihren Aufgaben, schwierige Verhaltensweisen und emotional belastende Themen anzusprechen. Wie können Sie Kritik so anbringen, dass sie nicht zu Demotivation und Frustration bei den Freiwilligen führt? Wie wird ein schwieriges Gespräch geführt, ohne dass die Beziehung leidet? Wie kann die Zusammenarbeit auf eine positive Weise abgeschlossen werden? 

Mark Moser, Berater für interkulturelle Kompetenz, Coach und Konfliktvermittler verstand es, den Teilnehmenden mit Beispielen aus dem Alltag, Kurzinputs, aber auch Diskussionen in Gruppen und Rollenspielen verschiedene Kommunikationstechniken aufzuzeigen. Dabei lernten die Teilnehmenden auch, wie wichtig es ist, die eigene Haltung und Kommunikation zu reflektieren und sich entsprechend auf Gespräche vorzubereiten.

benevol afterwork vom 21.09.2023 im Verein Hof Rickenbach

Der dritte und für dieses Jahr letzte Vernetzungsanlass führte die interessierten Mitglieder von benevol Luzern zum Hof Rickenbach (vormals Hof Obergrüt). Herzlich willkommen geheissen durch Frau Edith Kaufmann, Leitung Pflege und Betreuung, wurde den Teilnehmenden der Verein, das Haus und das Angebot des Hofs Rickenbach vorgestellt.

Das ehemalige Kloster Rickenbach der Arenberger Dominikanerinnen bot bereits früher im Gästetrakt Zimmer für Menschen an, welche eine Auszeit brauchten und zur Ruhe kommen wollten. Ein Ort, welcher schon damals als geborgenes Zuhause wahrgenommen werden konnte und jeder Gast durch die Schwestern liebevoll umsorgt und begleitet wurde. Mit dem Umbau in den Jahren 2020/2021 wandelte sich das Kloster zum heutigen Hof Rickenbach. Ein Ort, welcher als Zuhause für junge Menschen mit Demenz dient und der demenzbetroffene Feriengäste und Tagesgäste sowie ihre Angehörigen begleitet. Die Stiftung Hof Rickenbach ist Besitzerin der Immobilie und besteht seit 2019. Die Philosophie «Heilende Liebe» der Dominikanerinnen verbindet sich mit der Philosophie des Hofs Rickenbach «vo Härz zo Härz». Das Team verfügt über viel Empathie und langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Menschen mit Demenz. Ein Konzept der Herzlichkeit, welches von allen sehr geschätzt wird.

Der Hof Rickenbach verfügt aktuell über 2 Wohngruppen für jungbetroffene Demenzerkrankte. Dazu bieten sie rund 12 Plätze für Tagesbetreuung und Feriengäste jeden Alters an. Die Pflege und Betreuung sind sehr intensiv. Der Verlauf der Krankheit bei Jungbetroffenen unterscheidet sich zum allgemein bekannten. Sie sind lange mobil und wollen gefordert werden. Im Hof Rickenbach werden die Klienten nach Möglichkeit für kurze Einsätze in der Hauswirtschaft, beim Kochen / Rüsten oder auch in der Gartenarbeit eingesetzt. Im Bereich der Langzeitpflege ist der Hof Rickenbach schweizweit die einzige Institution mit einem Angebot für Jungbetroffene. Obwohl sie nach BESA abrechnen, wird die Angehörigenarbeit und die Betreuungsarbeit nicht finanziert, was die betroffenen Familien vor grosse Herausforderungen stellt. Mit dem Kanton besteht keine Leistungsvereinbarung und es fliessen keine Unterstützungsbeiträge.

Rund 70 Mitarbeitende decken aktuell das Pensum von 40 Vollzeitstellen. Darunter vier bis fünf HF’s, FaGe’s, AGS, Praktikanten, Zivis, aber auch Lernenden Erwachsenen nach Art. 32. Unterstützt werden sie von sieben bis acht Freiwilligen, die sorgfältig ausgewählt und intern geschult werden. Vor allem im Bereich der Begleitung und Freizeitgestaltung ist die Leistung von Freiwilligen sehr willkommen. Aufgrund der Lage des Hofs, «verschlägt» es die Freiwilligen nicht so schnell nach Rickenbach. Der von Rickenbacher Senioren neu gegründete Verein «Lebensweise» leistet einen wesentlichen Beitrag in der Freiwilligenarbeit.  

Die ärztliche Begleitung übernimmt die Erlosen-Praxis aus Hildisrieden, welche alle 14 Tage zur Visite kommt und Dr. Beat Hiltbrunner, Facharzt für Neurologie in Luzern. Ergänzt werden die Angebote von externen Dienstleistern in der Logopädie, Sport, Therapie, Coiffeur, Podologie etc.

Das Haus verfügt nebst den Wohngruppen über weitere Räumlichkeiten, wie ein Atelier, Therapieräume, einen Fitnessraum, die wunderschöne Kapelle sowie einen grosszügigen Garten mit Gewächshaus und Feuerstelle. Der üppige Garten ist so gestaltet, dass er vielfältige Aufenthaltsmöglichkeiten bietet und ohne wahrnehmbare Zäune auskommt.   

benevol Lunch vom 02.05.2023 im Treffpunkt Stutzegg, Luzern

Der zweite benevol Lunch im 2023 führte die interessierten Mitglieder von benevol Luzern in den Treffpunkt Stutzegg Luzern. Herzlich willkommen geheissen durch Frau Heidi Rösch, Leitung und Herrn Michael Merkle, Stv. Leitung, wurde den Teilnehmenden der Verein und das Angebot des Treffpunktes Stutzegg vorgestellt.

Der Treffpunkt Stutzegg feiert dieses Jahr sein 25jähriges Jubiläum. Geführt wird er als gemeinnütziger Verein HOTEL DIEU.

Der Treffpunkt bezeichnet sich als «Stube der Stadt» in welcher es keine Auflagen gibt – kein MUSS, sondern nur DÜRFEN. Sie verstehen ihre Arbeit im Wesentlichen als Beziehungsarbeit, die sich im schlichten Da-Sein für die Gäste äussert, im weitherzigen Annehmen aller Eigenart, im aufmerksamen Zuhören, im bestärkenden Gespräch, im respektvollen Umgang und im möglichst vorurteilsfreien Begegnen. Auch im gemeinsamen Werken, Spielen und Essen. Das Stutzegg-Team besteht aus 4 Personen und rund 20 Freiwilligen, welche die Gäste betreuen. Sie haben das grosse Glück, dass sie auf langjährige Freiwillige zählen dürfen, für die Loyalität sehr wichtig ist.

In der Betreuung ihrer Gäste, die vielfach psychisch belastet sind und in der Gesellschaft nicht wahrgenommen werden, handeln sie weder therapeutisch noch pädagogisch. Der Schwerpunkt wird auf die Pflege der Zusammengehörigkeit gelegt und wo nötig Triage vermittelt.

Der Name des Vereins, der den Treffpunkt Stutzegg führt – Verein Hôtel Dieu – bezieht sich auf das gleichnamige Hôtel Dieu von Beaune im Burgund. Ein mittelalterliches Hospiz für vielfältig arme, kranke und benachteiligte Menschen, das der vermögende Kanzler Nicolas Rolin und seine Frau Guigone de Salis angesichts des grossen Elends nach dem Hundertjährigen Krieg 1443 errichten liessen – ein Herrschaftshaus für Arme. «Nichts ist schön genug für die Armen Christi» (Nicolas Rolin).

Das Hôtel Dieu in Beaune ist auch der Ursprungsort der Gemeinschaft der Spitalschwestern in Luzern, die zu den Mitbegründenden des Treffpunkts gehören und deren Spiritualität sich der Verein im Wesentlichen zu eigen gemacht hat: den Dienst für Benachteiligte und das Einstehen für die Würde eines jeden Menschen.

Das Haus verfügt nebst dem Gastraum über weitere Räumlichkeiten, wie ein Atelier, eine kleine Schreinerwerkstatt oder auch einem «Raum der Stille», die vielfältig genutzt werden können.  

Workshop 25.04.2023 Katholische Kirche Nidwalden

Freiwilligenarbeit benötigt klare Strukturen

Vielleicht war dies die Einsicht schlechthin, welche die in grosser Zahl erschienenen Mitarbeitenden aus den Pfarreien, Kaplaneien sowie kirchlichen Behörden aus der Weiterbildung «freiwillig engagiert – mehr als Gewinn» vergangene Woche mitnahmen.

Die Landeskirche Nidwalden hatte zu diesem Anlass in das Oeki in Stansstad geladen. Er sollte die Mitarbeitenden im kirchlichen Dienst sensibilisieren für das weite Feld der Freiwilligenarbeit, das für viele, die mit freiwillig Engagierten beruflich zu tun haben, ein Gewinn, zugleich aber auch eine Herausforderung ist.

Mit Ermi Krieger, der Geschäftsführerin von benevol Luzern, der Fachstelle für Freiwilligenarbeit, und Fabrizio Misticoni, Vorstandsmitglied bei benevol Luzern und Jugendarbeiter in der Pfarrei Sursee, konnten zwei Spezialisten auf dem Gebiet der Freiwilligenarbeit als Referenten gewonnen werden. Sie hatten an diesem Abend ihrem Ruf alle Ehre erwiesen. Mit ihrer gewinnenden Art und ihrer fachlichen Kompetenz haben sie den gut 40 Frauen und Männern das facettenreiche Thema der Freiwilligenarbeit nähergebracht. Praktische Fragenstellungen wie Gewinn von neuen Freiwilligen und Wertschätzung wurden zur Sprache gebracht und diskutiert, ebenso mehr administrative Aspekte wie Vereinbarung, Spesenreglement oder Versicherung.

Die gut zweistündige Veranstaltung war eine gelungene Mischung aus Inputreferaten, Fragerunden und einer Gruppenarbeit. Was Letzteres anbetrifft, wussten sich die Referenten dabei dem aktuellen Stand der Didaktik verpflichtet. Die vier Themen, die lauteten: «Gesucht: Neue Freiwillige!», «Alltag: Lob und Dank», «Spannungsfeld: angestellt versus freiwillig» und «Die (arbeits)rechtlichen Komponenten», waren so umrissen, dass sie sowohl Sachfragen enthielten, zusätzlich aber auch die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch innerhalb der Gruppe boten. Dass Erfahrung ein Lernort ist, diese – notabene Erfahrung – haben wohl die meisten der Teilnehmenden in den angeregten, gut dreissig Minuten dauernden Gruppendiskussionen machen können.

Viele Frage konnten an diesem Abend geklärt und neue Einsichten gewonnen werden. Dass es beispielweise angebracht wäre, 0.5 bis 1% Lohnprozente pro Freiwilligen zu budgetieren, war wohl nur den wenigsten bewusst und wird bestimmt gelegentlich beim einen oder anderen Kirchen- oder Kapellrat, aber auch innerhalb eines Pastoralteams, Gesprächsgegenstand sein. Der mehrfach vorgebrachte kritische Einwand von Seiten von Teilnehmenden, dass eine individuelle, verschriftlichte Leistungsvereinbarung über Rahmen und Dauer der Tätigkeit für alle freiwillig Engagierten in einer Kaplanei/Pfarrei bestimmt sinnvoll, jedoch aus ressourcentechnischen Gründen kaum realisierbar sei, hat exemplarisch gezeigt, dass die Betreuung von freiwillig Engagierten viel mit Strukturen, aber auch mit «Augenmass halten» zu tun hat. Ob für einen einmaligen Einsatz wie z.B. für die Gestaltung von Heimosterkerzen wirklich eine Leistungsvereinbarung notwendig ist, sei dahingestellt.

Landeskirchenratspräsidentin Monika Rebhan Blättler hat am Beginn des Abends die Hoffnung geäussert, dass jeder eine Einsicht aus dieser Veranstaltung mit in seinen kirchlichen Alltag nehme. Diese Hoffnung, so scheint es mir, hat sich erfüllt.

Im Anschluss an die Veranstaltung waren die Teilnehmenden zu einem Apéro eingeladen. Er bot die Gelegenheit, bestehende Bekanntschaften zu vertiefen, neue zu schliessen, aber auch Fragen und Themen rund um die Freiwilligenarbeit in lockerer Runde weiterzudenken.

Gian-Andrea Aepli, Katholische Kirche Nidwalden

  

benevol Lunch vom 14.03.2023 in der Stiftung der rote Faden, Luzern

Der erste benevol Lunch im 2023 führte die interessierten Mitglieder von benevol Luzern in die Stiftung Der rote Faden Luzern. Herzlich willkommen geheissen durch Frau Brigitta Karrer, Leiterin Tagesbetreuung, wurde den Teilnehmerinnen die Organisation und das Angebot der Stiftung vorgestellt.

Die Stiftung feiert dieses Jahr ihr 20jähriges Jubiläum. Sie ist heute eine gemeinnützige Stiftung und bietet: 

  • Individuelle, kostenlose Beratung von Angehörigen und Betreuenden von Menschen mit Demenz und anderen Ratsuchenden
  • Weiterbildungen und Informationen rund um das Thema Demenz mittels öffentlicher Referate, Seminare und Schulungen
  • Entlastung von Angehörigen und Betreuenden mit einer Tagesbetreuung für Menschen mit Demenz

Pro Tag unterstützen jeweils 2 Freiwillige die Fachpersonen und Lernenden bei Tätigkeiten wie spazieren gehen, Spielen, Singen sowie bei kleineren Haus- und Gartenarbeiten. Dieses freiwillige Engagement beinhaltet einen Einsatz von 4 Stunden wöchentlich oder vierzehntäglich. Sie werden von einer Fachperson der Tagesbetreuung in die Arbeit eingeführt und begleitet. Als Wertschätzung für ihr Engagement nehmen die Freiwilligen beim jährlichen Team-Essen sowie beim Team-Ausflug teil. Weiter werden sie einen halben Tag in den fachlichen Austausch integriert und können das hausinterne Seminar kostenlos besuchen. Um die Verfügbarkeit von 2 Freiwilligen pro Tag gewährleisten zu können, wird ein Pool von 15 bis 20 Freiwilligen bewirtschaftet.  

Das Haus versteht sich als Zwischenstation für Menschen mit Demenz, die noch zuhause gepflegt werden können. Sie bietet Tagesplätze für bis zu 14 Menschen, die 1 bis 6 Tage pro Woche dieses Angebot nutzen. Dadurch, dass die Klienten mit Fahrdiensten abgeholt und wieder nachhause gebracht werden, können pflegende Angehörige entlastet werden. Mit grosser Professionalität und viel Empathie wird individuell auf die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Klienten während ihres Aufenthaltes eingegangen. Das breit gefächerte Beschäftigungsangebot regt die Menschen an und wirkt belebend. Als grosse Hürde nennt Brigitta Karrer den Entscheid der Angehörigen, die Betroffenen in die Tagesbetreuung zu geben. Hier werden unterschiedliche, niederschwellige Gesprächs- und Coaching-Angebote zur Verfügung gestellt, um vorhandene Bedenken und Hemmschwellen zu überwinden.

Das altehrwürdige, über 340 Jahre alte Haus, steht unter Denkmalschutz und gehört der Stadt Luzern. Es verfügt über verschiedene Räumlichkeiten und einen grosszügigen Garten, in welchen die Klienten sich aufhalten und beschäftigen können. Die Stiftung ist mit ihrer Tagesbetreuung krankenkassen-anerkannt und arbeitet eng mit der Stadt Luzern, weiteren Netzwerken sowie Partnern, wie z.B. dem Hof Rickenbach zusammen.

Prix benevol 2022

Preisverleihung vom 30.11.2022

Zum zwölften Mal verlieh der Verein benevol Luzern dieses Jahr den Prix benevol. Eine namhafte Jury zeichnete am 30. November 2022 fünf Preisträgerinnen und Preisträger für ihr freiwilliges Engagement aus und unterstrich damit die Bedeutung der Freiwilligenarbeit im Kanton Luzern.

Frau Ursula Berset, Präsidentin des Vereins benevol Luzern begrüsste die Anwesenden und betonte, dass Freiwilligenarbeit wertvoll ist und geschätzt werden soll. Die Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus der kantonalen und kommunalen Politik bestätige, dass die Wahrnehmung und das Bewusstsein im Kanton und den Gemeinden zunehmend wachsen. Wer sich mit Freiwilligenarbeit auseinandersetzt, erkennt schnell, dass die Wertschätzung ein zentraler Punkt ist. Im Hinblick auf den UNO-Tag der Freiwilligen vom 05.12.2022 wurde die Verleihung des 12. Prix benevol zeitnah vergeben, um dieses stille Schaffen der Freiwilligen sichtbar zu machen und öffentlich anzuerkennen.

Kantonsratspräsident Rolf Born überbrachte das Grusswort des Kantons und wies auf die Wichtigkeit der Freiwilligenarbeit und die Leistung des Vereins benevol Luzern hin. Sie sei unverzichtbar und übernehme als Netzwerk wichtige gesellschaftliche Aufgaben und soziale Verantwortung. Mit einer gekonnten Adaptierung der Bauernregel zum Andreastag (30.11.), «Andreasschnee – tut Korn und Weizen weh» in «Prix benevol – tut dem Herzen und der Seele wohl» rief er die Anwesenden dazu auf, freiwilliges Engagement anzuerkennen und entsprechend auszuzeichnen. Luzern heisst Lebensqualität, was sich nicht nur auf die Wohnlage bezieht, sondern auch die hohe Sicherheit und eine solidarische Gesellschaft beinhaltet. Diese werde aktiv gelebt und man müsse ihr Sorge tragen. Vor allem die neue Generation, die jungen Freiwilligen wollen mitbestimmen und etwas bewegen können, was die diesjährigen Preisträger perfekt abbilden.

Es sind dies das OK Ferienpass Ettiswil, der HEV-Verein Entlastungsangebote Vogelsang Ruswil, das Forum für Ethik und Ökologie Emmenbrücke, das Projekt «Garten der Kulturen» des Vereins Migration – Kriens integriert sowie die Integrationsgruppe Rothenburg mit Irma Heggli.

Als Laudator für das OK Ferienpass Ettiswil führte Rolf Born durch das vielfältige Angebot des Ferienpasses Ettiswil, welches das 9-köpfige OK alle zwei organisiert und realisiert. Rund 200 Kinder nutzen die über 80 Kurse und Angebote, inkl. Mittagstisch. Ettiswil verfällt in dieser Woche regelrecht dem «Ferienpassfieber». Dem OK gelingt es, diese Woche so professionell und originell zu organisieren, dass viele gar nicht merken, dass es eigentlich Freiwilligenarbeit ist. Zahlreiche Rückmeldungen von Eltern auf den Sozialen Medien und Fotos von strahlenden, zufriedenen Kindern auf der Homepage des Ferienpasses bestätigen den Erfolg dieses bereichernden Engagements.

Sibylle Boos-Braun, Präsidentin VLG würdigte das Schaffen des HEV-Vereins Entlastungsangebote Vogelsang in Ruswil, welcher seit über 10 Jahren im Sommer Entlastungswochen für Familien mit Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung/Mehrfachbehinderung, welche zuhause betreut werden anbietet. Die unzähligen Helfer und Helferinnen, leisten ihren Einsatz während ihrer eigenen Ferien. Die Eltern schätzen die grosse Entlastung, wenn ihre Kinder glücklich nachhause kommen und bezeichnen die Helfer und Helferinnen nicht selten als «Helden».

Mit dem Inhalt «Dänk e mol – das Klima sind wir» das Projekt des Forums für Ethik und Ökologie in Emmenbrücke setzte sich Ruedi Fahrni, Vorsitzender Geschäftsleitung Pro Senectute Luzern auseinander. Er würdigte das unermüdliche Engagement mit unterschiedlichen Aktionen des Forums für seine Beharrlichkeit, Genügsamkeit und Treue zu sich selber. Als oberstes Ziel verfolgen sie eine Umweltstabilität in einem global verträglichen Lebensstil, ohne Verbote und Gesetze. Mit der Vision von Leonardo Boff «… Ein neues, von Liebe und Respekt getragenes Menschenbild und eine Ökologie der Nachhaltigkeit, im Kleinen wie im Grossen» rief er dazu auf, dem Motto «Dänk e mol – das Klima sind wir» zu folgen.

Lilian Bachmann, Synodalratspräsidentin reformierte Kirche Kanton Luzern, beschrieb schon fast bildlich das im Rahmen einer Projektarbeit der Jugendanimation Kriens im 2020 initiierte Projekt der Hochbeete im Innenhof des Kulturquadrats. Daraus entwickelte sich ein Teilprojekt im Rahmen von Urban Gardening zusammen mit dem Begegnungstreff, welcher durch den Verein Migration – Kriens integriert organisiert wird. Dank der beeindruckenden Zusammenarbeit von unzähligen Freiwilligen, Geflüchteten und Einheimischen bestehen heute 22 Hochbeete, die den Innenhof zu einer Piazza verwandeln. Dieses Projekt stehe für Gemeinschaft, gelebte Solidarität, Frieden und Nachhaltigkeit. Der Samen wurde von der Jugend gesät, vom Verein übernommen und habe heute mit seiner Nutzung eine langfristige Perspektive erhalten.

Franz Zemp, Leiter Pastoralraum Oberer Sempachersee hielt seine erste Laudatio für die Integrationsgruppe Rothenburg. Das Wort «Laudatio» stehe für Würdigung. Es bedeute auch, Menschen mit ihrem Namen anzusprechen und damit aktiv sein Vis-à-vis zu würdigen. Die Integrationsgruppe Rothenburg bringt seit vielen Jahren mit ihren wertvollen Projekten sozusagen die ganze Welt nach Rothenburg. Das Zusammenleben ohne Grenzen sei heute entscheidend, damit das Bedürfnis nach einem Zuhause anerkannt wird und somit auch Menschen verbindet. Mit einem Gedicht von Hilde Domin «… Es gibt dich, weil Augen dich wollen, dich ansehen und sagen, dass es dich gibt.» und dem unumgänglichen «Amen» bedankte er sich bei Irma Heggli als treibende Kraft, dafür, dass sie gemeinsam mit ihrer Gruppe die Gesellschaft von Rothenburg spürbar bereichert.

Mit viel Einfühlungsvermögen und bewegenden, klassischen Musikstücken verliehen Maral Yerbol, Maryia Bazhkova und Gleb Sidaruk, Studierende der Hochschule Luzern der Verleihung einen würdigen Rahmen.  

Diese Vereine, Aktivitäten und Projekte zeichnen sich allesamt durch ihren freiwilligen, unentgeltlichen Einsatz in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Natur und Kultur aus. Ihre Leistungen und Einsätze verdienen die öffentliche Anerkennung. Mit grosser Freude nahmen die Vereine den mit CHF 500,-- dotierten Preis als Zeichen der Wertschätzung entgegen.  

Medienmitteilung vom 01.12.2022

Berichterstattung Luzerner Zeitung 02.12.2022

Berichterstattung Stadt Kriens 01.12.2022

Berichterstattung Willisauer Bote 06.12.2022

Berichterstattung Sempacherwoche 09.12.2022

Fachtagung vom 27.10.2022

Fachtagung zum Thema "Freiwilligenarbeit im Kontext der Gesundheitsförderung"

Wie definiert sich Gesundheit? Macht Freiwilligenarbeit gesund? Welche kontextuellen Faktoren haben Auswirkungen auf unsere Gesundheit? Und was ist mit Burnout und Stress?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich das Referat von Prof. em. Dr. Theo Wehner, ETH Zürich. So wurden die Verbürokratisierung, eine fehlende Anerkennungskultur oder auch die Abwertung des Laienwissens als mögliche Ursachen genannt, für die Schwierigkeiten in der Gewinnung neuer Freiwilliger.

Erhebungen ergaben, dass Freiwilligenarbeit - in gutem Mass ausgeübt - Konflikte zwischen dem Berufsleben und dem Alltag reduziert (work-to-life-conflicts). Freiwillige generieren in ihrem Engagement eher Sinn, als Personen, die ausschliesslich erwerbstätig sind. Die Sinnhaftigkeit spielt dabei eine zentrale Rolle. 

Mit vielen weiteren Erkenntnissen aus dem Bereich Arbeits- und Organisationspsychologie führte Prof. em. Dr. Theo Wehner die Anwesenden durch dieses spannende Thema.

Nach einer grosszügigen Zwischenverpflegung startete der zweite Teil mit Best Practice Beispielen aus dem Gesundheitsbereich:

- Café Med - ein Angebot der Akademie Menschenmedizin / Dres. med. Ursula und Frank Achermann-Bieri

- Freiwilligenarbeit im SPZ Nottwil / Tuija Bühlmann-von Arx, Verantwortliche Freiwilligenarbeit

- Freiwillig ins Gefängnis gehen / Manuela Gygax, Co-Leiterin Fachstelle Freie Mitarbeit Kanton Bern

Anhand dieser Beispiele erhielten die Anwesenden vielseitige und durchaus beeindruckende Einblicke aus der Praxis, was sehr geschätzt wurde. 

 

 

benevol Lunch vom 17.05.2022 im Ronald McDonald Elternhaus Luzern

Mitgliederversammlung 05.05.2022

benevol Lunch vom 04.11.2021 im Hospiz Zentralschweiz