Freiwillige im Einsatz

"Ich wollte etwas ausser Haus unternehmen"

Maria Luisa Bernasconi, 65, engagiert sich seit Jahren mit vollem Herzblut beim IDEM Freiwilligendienst im Kantonsspital Aarau.

Es war 1999, also lange noch vor ihrer Pension im 2013, als Maria Luisa Bernasconi im KSA als Freiwillige anfing. Damals noch im Besuchsdienst, so ist sie inzwischen im administrativen und koordinativen Bereich tätig. Sie hilft mit, die Freiwilligen zu engagieren und betreut sie bei Fragen und Problemen. „Es ist ähnlich wie die Arbeit einer Assistentin“, erklärt Frau Bernasconi und das mache ihr grossen Spass. „Meine kaufmännische Ausbildung kommt mir da zu Gute. Darüber hinaus braucht es eine grosse Portion Empathie. Die Hauptmotivation ist mir aber die Freude an diesem Engagement und die Dankbarkeit, die mir entgegengebracht wird. Und auch wenn das Wetter draussen schön ist - so wie heute – gehe ich gerne ins Büro. Die Freiwilligen kommen gelegentlich vorbei und erzählen von ihrem Tag. Sie wissen, unsere Tür ist immer offen.“

In den 70er Jahren zog sie mit ihrem Mann aus dem Tessin in den Aargau. Sie gründeten eine Familie und auch wenn die Familienarbeit sie erfüllte, so wollte sie etwas „ausser Haus“ unternehmen. Also engagierte sie sich im Samariterverein, zehn Jahre davon im Vorstand. In der Pfarrei übernahm sie Alters- und Firmbegleitungen. Als sie über eine Bekannte vom IDEM im Spital erfuhr, war sie sofort Feuer und Flamme. Dort wollte sie hin.

Während sie von der Vergangenheit erzählt, werden wir durch ein sanftes Klopfen an der Türe in die Gegenwart zurückgeholt. Davor stehen zwei Frauen, die sich von Frau Bernasconi verabschieden möchten. „Wir sind fertig für heute“, sagen die beiden und übergeben ihr einige Dokumente. Die zierliche Frau lässt die beiden aber nicht gleich gehen und fragt: „Und? Ging alles gut?“ Eine der Freiwilligen schwärmt von ihrem ersten Einsatz heute: „Ja, es war sehr schön!“ Sie reden noch ein wenig über die am Morgen gemachten Erfahrungen bis Frau Bernasconi wissen möchte: „Wollen Sie noch einmal begleitet schnuppern und dann selbständig mit dem Dienst beginnen?“ Die neue Freiwillige wünscht für das nächste Mal einfach noch jemanden, der ihr dabei hilft, sich gut zurechtzufinden. Und fügt motiviert hinzu: „Ich möchte so schnell wie möglich beginnen.“

Die drei Frauen unterhalten sich im Gang noch ein wenig über die breiten Möglichkeiten der Freiwilligenarbeit im KSA. Im Besuchsdienst, im Patientenempfang, und neuerdings auch in der spitaleigenen Kita. Maria Luisa Bernasconi steht ebenfalls zur Verfügung für Einsätze auf der Notfallstation und in der Palliative Care. Diese zwei Dienste werden jedoch nur sehr selten in Anspruch genommen. Für Frau Bernasconi stimmt das so: „Meine Tätigkeit als Unterstützung der Leiterin IDEM ist für mich genug erfüllend“.

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IDEM – Im Dienste eines Menschen

Unter der Bezeichnung IDEM leisten an vielen Schweizer Spitälern Hunderte von Freiwilligen unentgeltliche Arbeiten. Seit 1978 sind IDEM – Freiwillige am Kantonsspital Aarau tätig. Es sind Frauen und Männer, die durch ihr Engagement den Spitalaufenthalt der Patientinnen und Patienten erleichtern und bereichern. Sie stellen ihre Zeit zur Verfügung und helfen so mit die Qualität des Spitalaufenthaltes zu verbessern. Sie leisten keine direkte pflegerische Betreuung, sondern übernehmen Aufgaben, die durch das professionelle Personal nicht abgedeckt werden können.

Kontakt: Kantonsspital Aarau, IDEM Freiwilligendienst, Telefon 062 838 43 53, idem@remove-this.ksa.ch